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Das Josefa - Burger - Tierheim

Am Sonntag den 23.10.94 war der große Tag für unseren Tierschutzverein gekommen: das erste Tierheim im Raum Wolfratshausen-Geretsried konnte seine Pforten öffnen. Der Bau dieses Tierheims wurde möglich, nachdem uns von Josefa Burger ein großes Erbe hinterlassen wurde. Frau Burger war eine alleinstehende, bescheidene Frau, die in einem winzigen Haus in Achmühle bei Eurasburg wohnte. Ihre ganze Liebe gehörte den Tieren, sie verzichtete aber im Alter selbst auf ein Haustier aus Sorge um dessen späteres Wohlergehen. Möglicherweise hatte sie deshalb beschlossen, ihr Erbe zum Bau eines schönen Tierheims zur Verfügung zu stellen. Sie starb im hohen Alter von 92 Jahren am 31.10.91. Fast genau drei Jahre nach ihrem Tod wurde das Tierheim eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt lief der Tierheimbetrieb allerdings inoffiziell schon seit August, da natürlich Tiere in Not nicht bis zum Oktober warten konnten.
Das Josefa-Burger-Tierheim liegt am Rande des Industriegebiets in Gelting in einer ehemaligen Kiesgrube. Das Grundstück wurde dem Tierschutzverein von der Stadt Geretsried auf Erbpacht zur Verfügung gestellt. Es erfüllt mit seiner etwas abgelegenen Lage auch die Auflage, daß Tierheime nicht mehr in der Nähe von Wohngebieten errichtet werden dürfen.
Der Architekt Wolfgang Adldinger, der für seine umweltfreundlichen und ökologisch verträglichen Bauentwürfe bekannt ist, erstellte den Plan, der ein einstöckiges Hauptgebäude mit einigen locker darum herum gruppierten Nebengebäuden vorsah.

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Beim Betreten des Tierheims gelangt der Besucher im Erdgeschoß in ein helles Foyer (1), rechts daneben befindet sich das Büro (2), dahinter die Waschküche (3) und das Tierarztzimmer (4). Linkerhand des Foyers beginnt der eigentliche Tiertrakt. Nebeneinander folgen hier der Kleintierraum (5), die Mutter-Kind-Station für Katzen (6), zwei Katzenquarantäneräume mit 19 Boxen (7), die Futterküche (8), Hundebad (9), Hundequarantänestation (10) und dann der eigentliche Hundetrakt mit zwölf Zwingern und jeweils anschließendem Außenauslauf (11). Im ersten Stock befinden sich der Vereinsraum und die Wohnung der Tierheimleiterin.
Auf der Westseite des Gebäudes steht House Sunset (12), ein überdachter Zwinger, wo je nach Bedarf zum Beispiel auch Pensionskatzen untergebracht werden. Auf der Ostseite befindet sich House rising sun (13) für chronisch kranke, nicht vermittelbare Katzen. Fünf Katzenhäuser mit Fußbodenheizung stehen verteilt auf dem Gelände. Es handelt sich um ein Haus für Pensionskatzen (14), eines für erwachsene zu vermittelnde Katzen (15), ein Katzenkinderhaus (16) und eines, das nicht vermittelbare, verwilderte Hauskatzen in einer festen Gruppe beherbergt (17). Das Katzenseniorenheim (20) beherbergt schwer zu vermittelnde ältere Tiere. Am Rande des Geländes sind in einem Auslauf mit kleinen Offenställen Ziegen untergebracht (18). Ein separater Zwinger steht der Polizei zur Verfügung, damit sie zu jeder Tages- und Nachtzeit Fundtiere vorbeibringen kann (19). In letzter Zeit neu hinzugekommen ist das sehr große Hunde-Auslaufgehege (21).

Er ist der Mühe wert!

Wer die Vielfältigkeit der Aufgaben einschätzen kann, die eine Tätigkeit im Tierheim bedeutet, der weiß, all dies ist naturgemäß mit viel Mühe verbunden. Tiere kennen keinen Feierabend, keine Arbeitszeitregelung, und am Wochenende wollen sie ebenso versorgt sein wie alle Tage. Sie können nicht alleine für sich sorgen. So müssen wir uns also um sie kümmern, und das praktisch ununterbrochen. Besonders gilt das für die weitgehend freilebenden Katzen, die wir regelmäßig mit der nötigen Nahrung versorgen. Sicher können Sie sich ausmalen, daß allein schon dies einiges an Geld kostet. Auch Ihre Hilfe ist daher wichtig.
Der Hauptzweck eines Tierheims besteht aber in erster Linie darin, Tieren ein zu Hause zu geben, die aus diesem oder jenem Grunde keines haben. Manche sind von rücksichtslosen Menschen im Stich gelassen worden, andere hat das Schicksal getroffen, daß ihr Mensch verstorben ist.
Oder es handelt sich um Jungtiere, für die in der Wohnung nicht genügend Platz ist. Ursachen, warum Tiere heimatlos werden, gibt es viele - und die meisten davon liegen bei Fehlern der Menschen. Darum achten wir sehr gewissenhaft darauf, in welche Hände wir ein Tier geben. Schließlich soll es eine gutes Zuhause finden. Besonders unseren Haustieren schulden wir das, denn wir verdanken ihnen viel, schon seit Jahrtausenden. Es wird so oft von Menschenrechten gesprochen, doch es gibt auch Menschenpflichten! Das Tierheim erfüllt eine davon.
Dazu gehört heutzutage übrigens auch, die Möglichkeit der "Tierpension" anzubieten.
Für alles, was wir tun, benötigen wir Unterstützung, Spenden für die gute Sache, in erster Linie aber die Beiträge unserer Mitglieder, und es wäre schön, wenn durch diese Internetseite neue hinzukämen!
Einen Aufnahmeantrag zum herunterladen und ausfüllen finden Sie unter dem Menüpunkt Tierschutzverein.

Und natürlich freuen wir uns auch über jede Spende - sei sie groß oder klein -, die Sie Ihrem Tierheim für die Tierschutzarbeit zukommen lassen.

Hier unsere Bankverbindungen:


Raiffeisenbank Beuerberg
BLZ 70169333
Konto 722 804


Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen
BLZ 70054306
Konto 4333


 

Der Eingangsbereich

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Die Katzenhäuser
für Katzenkinder und für verwilderte Tiere

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Das Haus für Pensionskatzen

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Das Haus für erwachsene, vermittelbare Katzen
Blick ins Freigehege

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Das neueTaubenhaus

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Das neue, große Hundefreigehege

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Unser Teich

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